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Warum Sie einen Messe-Consultant in den USA brauchen

Sie haben bereits auf Messen in Deutschland, Europa und in Asien ausgestellt. Warum sollte es in den USA anders sein? Es ist kaum vorstellbar, da doch Messe gleich Messe ist und die Amerikaner sehen genauso aus wie Sie und sprechen englisch, wie Sie. Sie wissen wie man die Montage eines Systemstandes mit passenden Werkzeugen und Monteuren mit Sachverstand rationell durchfuehrt und koennen notfalls selbst Hand anlegen da Sie es schon hundert mal gesehen oder sogar selbst ausgefuehrt haben. Warum sollte das in den USA anders sein?

Die Frage kann auch anders herum gestellt werden, "Warum sollte das in den USA so sein wie in Deutschland und dem Rest der Welt?"

Die Historie lehrt uns dass Messen in Leipzig "erfunden" wurden. Von Deutschland, als dem Messeland schlechthin, ausgehend, wurde dieses Know How in die Welt getragen und traegt dort mehr oder weniger die Handschrift seiner "Erfinder". Nicht so in den USA. In den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich die Messe (Trade Show) anders entwickelt als in Deutschland. Ist die Messe in Deutschland mehr eine kommerzielle Veranstaltung, die als eigenstaendige Massnahme dem Ziel der Profitvermehrung fuer Veranstalter und Aussteller dient, so ist sie in den USA (Ausnahmen bestaetigen die Regel) ein Mittel zur Finanzierung der Jahreshauptversammlung eines Fachverbandes. Aus Ermangelung an entspr. Ausbildungsprogrammen (wie Lehrberufen in Deutschland), veranstalten Fachverbaende fuer die unterschiedlichen Industrien in den USA ihre jaehrlichen "Conventions", die u.a. der beruflichen Fortbildung dienen. Angeschlossene Firmen entsenden ihre Angestellten um sie auf diesem Wege fortbilden zu lassen. Zur Finanzierung dieser aufwendigen Veranstaltungen werden u.a. Ausstellungen organisiert, in der sich die gesamte Industrie, die an diesem Verband interessiert ist, praesentieren kann. Da dieses urspruenglich in kleinem Stil begann, stellte man seitens des Veranstalter eingegrenzte Flaechen von 10 x 10 Fuss (ca. 3 x 3 Meter) zur Verfuegung, die zum Nachbarstand mit abgehaengten Tuechern markiert wurden. Diese Tuecher, die ueber Alu-Rohre gehaengt werden nennt man "Pipes and Drapes". Noch heute hat eine jede Show diesen Pipes and Drapes Character. Standflaechen werden auf der Grundeinheit von 10 x 10 Fuss vergeben.

Der Messestandbau in den USA hat sich im Gegensatz zu anderen Laendern in Richtung Konventioneller Standbau entwickelt (Custom Exhibit). In der Regel baut man einen Stand und nutzt ihn fuer 3 Jahre. Dann wird ein neuer gebaut, der wiederum fuer 3 Jahre halten muss. Die Staende sind modular gebaut und lassen sich in kurzer Zeit montieren. Hingegen hat sich der Systemstandbau aus vielen Gruenden nicht durchgesetzt. Ein wesentlicher Grund sind die im Vergleich fuer ungeuebte Handwerker zu komplizierten und zu langwierigen Montage- Vorgaenge. Da die Vereinigten Staaten von Amerika in der Ueberzahl gewerkschaftlich organisiert sind, derart dass die Gewerkschaften vorschreiben wer in den Messezentren was leisten darf und fuer den Standbau ihre "eigenen" Arbeiter zur Verfuegung stellt, ist es leicht vorstellbar dass ein Stand der aus tausend Einzelteilen besteht fuer das ungelernte Gewerkschafts-Personal besondere Probleme aufwirft.

Weitere Besonderheiten fuehren zu Misverstaendnissen da sie so in Deutschland nicht bekannt sind. Das sind zum Beispiel die "Drayage", die Frachtbewegungen innerhalb der Halle, Stromspannungen anders als 110 Volt kosten manchmal ein vielfaches, Abhaengungen von den Hallendecken sind oft so kompliziert wie teuer, die Notwendigkeit von Wasser- und Abwasserversorgung muss sorgfaeltig durchdacht sein, sowie die Entscheidung fuer Teppich oder Podest, die nicht nur Auswirkungen auf die Kosten, auch auf das Besucherverhalten hat. Services und Verbraueche muessen voraus bezahlt werden. Ueberweisungswege dauern oft zu lang. Bestell-deadlines fuer die Services lassen diese teurer werden, je naeher man an die Messe herankommt. Ueberstunden-Regelungen in den Messehallen fuehren bei unerfahrenen Projektleitern schnell zur Verdoppelung der veranschlagten Montagekosten. Und so weiter.

An dieser Stelle kann die "Wahrheit" nur verkuerzt wiedergegeben werden. Fuer viele "Probleme" gibt es Loesungen, die wir fuer Sie bereit halten. Manche Dinge muss man einfach akzeptieren wie sie sind. Um dieses fuer Sie auseinanderzuhalten sind wir da.

Fuer weitergehende Beratung empfehlen wir Ihnen, Coral Enterprises, Inc. zu konsultieren.

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